Wir stehen hinter
Fridays for Future!

AbL – Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. ADFC Kreisverband Augsburg e.V. Alnatura André Heuck Bäckermeister annaEVENT GmbH Augsburger Friedensinitiative Baumallianz Augsburg e.V. betamodus BKK ProVita BUND Naturschutz in Bayern Bürgeraktion Pfersee „Schlössle“ e.V. Bürgerstiftung Augsburg bunt und draußen cityfarmaugsburg coffee to go again contact in Augsburg e.V. CoworkingCampus Augsburg Cyclists for Future Augsburg DearGoods Degree Clothing deka messebau Deuter Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Augsburg e.V. Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Gruppe Augsburg DGS Sektion Augsburg/Schwaben – Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. Diakonie Augsburg DREIZEHN Fahrradladen Dynamo foodsharing Augsburg Forum Augsburg lebenswert Forum plastikfreies Augsburg Freiwilligen Zentrum Augsburg Fridays for Future Augsburg Glore GLS Bank GP Joule GreenOffice Augsburg Jugend der DAV Sektion Augsburg LBV Augsburg Lokalhelden LUSH Augsburg keks handgemachtes Mad Motion Madame – Anziehendes aus zweiter Hand Max und Moritz Mischok GmbH Mountain Wilderness Deutschland Moussong Theater mit Figuren Mutter Erde NaturSinn International KG Nero Grillen Neue Szene Augsburg OpenLab Augsburg Pareaz Parents for Future Augsburg Plant-for-the-Planet Foundation Radio-Manufaktur recup Rekord Café Andreas Garitz rutaNatur Schubert Bio & Vollwert Bäckerei SEEBRÜCKE Augsburg Sensemble Theater Skischule Augsburg Slowfood Augsburg Solidarische Stadt Augsburg Sparda-Bank Augsburg eG Students for Future Augsburg Suslet Outlet Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V. Transition Town Augsburg TUXEDO Computers Arbeitskreis Urbane Gärten in Augsburg UTOPIA TOOLBOX VCD-Kreisverband Augsburg e.V. Weinhandel Uli Scheffler Weltladen für gerechten Handel Werkstatt Solidarische Welt Yoga im Hof

Sehr geehrte Stadträt*innen,

wir, Vertreter*innen aus der Augsburger Zivilgesellschaft unterstützt durch die Scientists for Future Augsburg, stehen hinter den Forderungen von Fridays for Future.

Klimaschutz ist jedoch nicht nur die Aufgabe einer Jugendbewegung – alle Generationen sind gefragt, möglichst schnell und konsequent nötige Maßnahmen umzusetzen. Diese Dring­lich­keit haben wir verstanden: Es ist entscheidend, dass

Augsburg handelt!

Nun sind Sie gefragt. Hiermit fordern wir Sie als unsere gewählten Re­prä­sen­tant*in­nen nachdrücklich dazu auf, Klimaschutz wirklich ernst zu nehmen und deutlich sichtbare Anstrengungen zu zeigen:

  1. Augsburg soll den Klimanotstand ausrufen und damit dem Vorbild von 52 Orten und Gemeinden Deutschlands folgen.
  2. Augsburg soll vor Ende 2020 einen Masterplan Klima vorlegen, um Augsburgs Anteil am Pariser Klimaabkommen zu erfüllen.
  3. Augsburg soll den öffentlichen Personennahverkehr massiv ausbauen und erheblich vergünstigen.
  4. Augsburg soll den motorisierten Individualverkehr im gesamten Stadtgebiet systematisch und geplant reduzieren, etwa nach dem Vorbild Wiens.
  5. Augsburg soll seinem Prädikat Fahrradstadt gerecht werden und diesbezüglich deutliche Anstrengungen unternehmen, da eine echte Verkehrswende notwendig ist.
  6. Augsburg soll in allen Bereichen der kommunalen Beschaffung jede Entscheidung vor dem Hintergrund ökologischer und fairer Überlegungen treffen.
  7. Augsburg soll bis Ende 2020 alle Investitionen, die Firmen finanzieren, deren Geschäftsmodelle auf fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle basieren, abziehen und stattdessen in klimafreundliche Wirtschaftsbereiche investieren.
  8. Augsburg soll endlich dem selbst gesteckten Ziel als Biostadt gerecht werden und den Anteil an biologisch erzeugten sowie regional und saisonal verfügbaren Lebensmitteln in Kantinen und anderen Verpflegungseinrichtungen erheblich erhöhen.
  9. Augsburg soll einen langfristigen Alleen-Nachpflanzungsplan ausarbeiten.

Für eine lebenswerte Zukunft. Für uns alle.


Pressemitteilung: Zivilgesellschaftliches Bündnis Augsburg handelt übergibt offenen Brief an Stadtrat

Unter dem Titel „Augsburg handelt“ versammeln sich seit wenigen Wochen Ins­ti­tu­tio­nen, Firmen und Or­ga­ni­sa­tio­nen, die sich öffentlich hinter Fridays for Future stellen. Zum Abschluss der Week for Climate übergibt unser über­par­tei­liches und ehrenamtlich or­ga­ni­sier­tes Bündnis einen offenen Brief an Augsburgs Stadtrat.

„Klimaschutz ist nicht nur die Aufgabe einer Jugendbewegung – alle Ge­ne­ra­tio­nen sind gefragt, möglichst schnell und konsequent nötige Maß­nah­men um­zu­setzen. Diese Dringlichkeit haben wir verstanden: Es ist entscheidend, dass Augsburg handelt“, so heißt es in der Einleitung des offenen Briefes. Der offene Brief zählt mehrere solcher konkreten Maßnahmen auf. Diese wurden gemeinschaftlich von den Schüler*innen von Fridays for Future Augsburg und den Bündnispartnern erarbeitet: Etwa soll Augsburg dem Vorbild von 52 Orten und Gemeinden Deutschlands folgen und den Klimanotstand ausrufen, den öf­fent­li­chen Personennahverkehr massiv aus­bau­en und erheblich vergünstigen sowie alle Anstrengungen unternehmen, um den motorisierten Individualverkehr systematisch zu reduzieren. Auch die Regionalgruppe der Scientists for Future in Augsburg stellt sich hinter Fridays for Future Augsburg und fordert rasches Handeln.

„Uns ist bewusst, dass die Klimakrise ein vielschichtiges Problem ist, bei dem neben dem ökologischen Aspekt auch viele andere wie etwa soziale und wirtschaftliche berücksichtigt werden müssen“, so Lisa Janker, eine der Koordinator*innen des Bündnisses. „Un­ser Respekt gilt allen Politiker*innen, die fortlaufend unterschiedliche Interessen balancieren müssen und daher nicht immer ihre eigenen Zukunftsvisionen umsetzen können.“

Dennoch gibt es viel Handlungs- und Gestaltungsspielraum, den wir als Stadt­ge­mein­schaft zusammen ent­schlos­sen ausnutzen müssen. Mit dem offenen Brief hoffen wir, die Stadt­re­gie­rung anzustoßen, einen Masterplan Klima aus­zu­ar­bei­ten. Dieser soll das vorliegende regionale Kli­ma­schutz­kon­zept und den Augsburger Nach­hal­tig­keits­be­richt an die heutige Situation anpassen und darlegen, wie Augsburg seinen Anteil am Pariser Klima­ab­kom­men erfüllen wird. Er soll transparente Zwischenziele mit verbindlichen Ein­hal­tungs­fris­ten ent­hal­ten, mit denen der Um­setz­ungs­fort­schritt verfolgt werden kann.

Die 65 Bündnispartner sind Bäckereien, Banken, Bauunternehmen, Bür­ger­ver­bän­de, Kleidergeschäfte, Kran­ken­kas­sen, Kunstkollektive, Land­wirt­schafts­ver­bän­de, Natur­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen, Restaurants, Soft­ware­her­stel­ler und andere Betriebe, Vereine und Ins­ti­tu­tio­nen. Unternehmen, deren Ge­schäfts­kon­zept mit Fridays for Future unvereinbar ist, sowie Parteien und parteinahe Organisationen können dem Bündnis nicht beitreten. Wir verstehen uns als Schwester des Bündnisses München muss handeln, das sich bereits im Juli gründete und dem mittlerweile 350 Bündnispartner an­ge­hö­ren.